Diakonie kennt viele Alltagshelden

Für Beratungsstellen ist es sehr wichtig, in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, betont Doris Hötger vom Diakonieverband Enzkreis. Umso wertvoller ist in ihren Augen die „Woche der Diakonie“.  Es gehe darum, die Arbeit der Diakonie darzustellen und auf die Angebote aufmerksam zu machen.  Das Motto „Unerhört ! Diese Alltagshelden“ bezieht sich dieser Tage aber auch auf alle Mitarbeiter – insbesondere die Ehrenamtlichen – und die Menschen, die Diakonie-Angebote annehmen. Diese würden oft in schwierigen Lebenssituationen stecken und ihren Alltag dennoch meistern. „Deshalb sind sie für uns oft Helden“, erklärt Claudia Kaufmann, die vergangenen Monat die Dienststellenleitung in Mühlacker von Isolde Renner-Rosentreter übernommen hat. „Die Ehrenamtlichen sehen sich in der Regel nicht als Helden“, betont Doris Hötger, die gemeinsam mit ihren hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen sehr froh über die tatkräftige Unterstützung auf vielen Ebenen ist. Dazu zählt unter anderem auch der soziale Laden Madita an der Industriestraße in Mühlacker, in dem Freiwillige Spenden entgegennehmen und weiterverkaufen.  Außerdem hat sich dort inzwischen auch ein Treffpunkt etabliert, bei dem man zweimal in der Woche die Möglichkeit hat, sich bei Kaffee oder Tee auszutauschen. Im Second-Hand-Laden Madita wird es ab Mitte Juli ein weiteres Angebot geben: Zwei Waschmaschinen und ein Trockner können von Interessierten für kleines Geld genutzt werden. Wer darauf zurückkommen will, muss sich lediglich in die Waschliste an der Kasse eintragen und dann pünktlich vor Ort sein, wie Claudia Kaufmann erklärt. Die Benutzung von Waschmaschinen und Trockner sei vorerst dienstags von 14 bis 16 Uhr möglich. Für den Tafelladen wird ein Berechtigungsausweisbenötigt , Madita steht für jeden offen. Insgesamt engagieren sich im Diakonieverband Enzkreis knapp 40 Freiwillige. Neben Hilfe beim Second-Hand-Laden wird auch Verstärkung in den Tagesstätten für psychisch kranke Menschen in Wilferdingen und Mühlacker gesucht. Dort gibt es einmal in der Woche Projekte, bei denen mit Stoff gearbeitet oder Glückwunschkarten hergestellt werden. „Insbesondere in diesem Bereich brauchen wir weitere Ehrenamtliche“.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel des "Mühlacker Tagblatts" vom 04.07.2019, Autorin Ramona Deeg.