Susanne Müller als Referentin für Flüchtlingsarbeit der Diakonie im Enzkreis verabschiedet

Isolde Renner-Rosentreter, stellvertretende Geschäftsführerin der Diakonie Enzkreis verabschiedet und bedankt Susanne Müller

Mühlacker/Enzkreis | Auf die Frage, wie sie drei Jahre als Referentin der Koordinierungsstelle für Flüchtlingsarbeit im Enzkreis der Diakonie nennt Susanne Müller drei Stichworte: „Vielfältig, dynamisch, auf-schlussreich“. Die Stelle kann nicht fortgeführt werden, da die Fördermittel, mit der diese Stelle finanziert wird, befristet waren.

Vielfältig war ein Merkmal der Arbeit der Sozialpädagogin, die auch einen Abschluss in Beratungswissenschaften hat, da die Arbeitsschwerpunkte von Netzwerk- und Beratungsarbeit über Projektarbeit und Informationsveranstaltungen wie auch Seminare bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit reichten. Bei Arbeitskreisen Interkulturelles Arbeiten in Mühlacker und in Gremien und Runden Tischen, wie auch Kirchenbezirken wirkte die Sozialpädagogin mit. Und das in den drei Kirchenbezirken im Enzkreis, Mühlacker, Neuenbürg und Pforzheim.

 

Aufschlussreiche Informationsabende und Seminare veranstaltet

Susanne Müller blickt auf zahlreiche Informationsabende und Seminare für Ehrenamtliche, auf Begleitung und Beratung von Ehrenamtlichen, auf Projekte zurück. Da sind die Informations-veranstaltungen und Seminare, die sie organisiert und durchgeführt hat. Im Rahmen des interreligiösen Dialogs ging es in der Woche der Diakonie um die Facetten des Islam, die Sensibilisierung gegen Rechtspopulismus war ein Thema, ebenso das Aufeinander zugehen, um kulturelle Unterschiede meistern. Weitere Themen waren Trauma und Flucht, die Reflexion im eigenen Ehrenamt, Informationsabende zum Thema Jesidentum, Familienzusammenführung, Konfliktsensitive Flüchtlingsarbeit und Gelassenheit im Ehrenamt.

 

Viel Aufbauarbeit und Kontaktpflege geleistet

Neben Information, Beratung und Begleitung waren es konkrete Projekte, die Müller anging. Zuletzt der Neustart der Online-Pinnwand für Gebrauchtes und Spenden oder die Asylstuhlaktion. In Schützingen war sie im Rahmen der internationalen Kunstwoche mit Kindern aktiv und den Leitfaden „Endlich Angekommen“ hat sie mit auf den Weg gebracht. Immer wieder fand das Erzählcafé „Angekommen in Deutschland“ in Mühlacker und Neuenbürg, statt, einmal im sozialen Laden Madita zum bundesweiten Vorlesetag. Rückblickend stellt Susanne Müller fest: „Die (ehrenamtliche) Flüchtlingsarbeit hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Veränderung war sicherlich ein Stichwort, das immer wieder mitschwang. Einiges hat sich aber auch verstetig.“ Notwendig war dafür viel Aufbauarbeit und Kontaktpflege.

 

Vieles sichtbar, manches wird noch aufblühen

„Über die vielen Kontakte und Begegnungen habe ich mich sehr gefreut. Gerade beim Abschiednehmen merke ich bei all den netten Rückmeldungen wieder, wie beziehungsorientiert mein Arbeitsfeld durch all die Netzwerk-, Kontakt-, Informations- und Bildungsarbeit war. Ich bedanke mich für alle freundlichen Begegnungen, offenen Türen, wirkungsvollen Kooperationen“. Es ist ein Abschied auf Hoffnung hin. Die Kolleginnen in der Diakonie im Enzkreis sind sich sicher, das neben dem Vielen, was sichtbar ist, anderes wird noch aufgehen und blühen. – Ein Bild, das Susanne Müller an ihrem letzten Arbeitstag am 21. März gut tat, als sie herzlich verabschiedet wurde.

Inhaltlich wird die Arbeit durch die Caritas in Person von Irmgard Muthsam-Polimeni mit inhaltlich gleichem Schwerpunkt weitergeführt. Sie ist auch Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe, so Müller.